Großschadenslage im Braunschweiger Hafen
Kreisfeuerwehrbereitschaft übt den Ernstfall


Durch eine noch nicht geklärte Ursache, ist im Speichergebäude des Braunschweiger Hafens ein Brand ausgebrochen. In diesem Gebäude befanden sich zur Unglückszeit noch einige Arbeiter, deren Anzahl und genauer Ort nicht bekannt ist. Zu diesem Vorfall gesellen sich nach unglücklichen Umständen noch weitere Ereignisse im Umfeld. So kollidieren zwei Pkw´s miteinander und Personen sind eingeklemmt. Ein Baggerfahrer übersieht zwei Personen an einer Schüttguthalle und verschüttet diese Beiden und sei die Lage nicht schon schlimm genug, möchte ein Kranführer in den Personen helfen und verunglückt selbst auf seinem Kran.

Eine Einsatzlage, welche nicht alltäglich auf die Feuerwehren zukommt, aber das Szenario ist für eine Kreisfeuerwehrbereitschaft mit knapp 100 Einsatzkräften ein dankbares Handlungsfeld.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Holzminden hatte sich am frühen Morgen auf den Weg nach Braunschweig gemacht, um eine anspruchsvolle Übung durchzuführen. Mit dabei auch die Johanniter Unfallhilfe Holzminden.
Die erste Aufgabe wurde schon während der Marsches dorthin bewältigt. Ist es doch nicht üblich in Kolonne so lange Wege zu fahren und auch mehrere technische Halte einzulegen.

In Braunschweig angekommen wurden die Übungsteilnehmer durch die Kameraden der Feuerwehr Braunschweig in die Lagen eingewiesen. Hatten sie sich doch mächtig ins Zeug gelegt, um die Lagen so realistisch wie möglich darzustellen.
So galt es für die 4. Züge der Bereitschaft die gestellten Aufgaben möglichst reibungslos und zügig zu bearbeiten und die Personen zu retten. Unter den Augen der beiden stellvertretenden Kreisbrandmeister Wolfgang Brandt und Dirk Hartmann nicht immer ein leichtes Unterfangen, aber die Aufgaben wurden mit der richtigen Taktikvariante, der entsprechenden Technik und auch ein wenig Ideenreichtum mit Bravur gemeistert. Wurde eine Einsatzlage mit Erfolg bearbeitet hatten die kreativen Gestalter dieser Übung, um den Kameraden der Feuerwehr Braunschweig, Karsten Appel, immer wieder kleine Überraschungen eingearbeitet. So fand man mehrfach bewusstlose Personen, um die sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der JUH kümmern mussten. Aber auch diese Lagen wurden entsprechend professionell abgespielt.

Mit all diesen Aufgaben hatte die mitgereiste Verpflegungsgruppe, um die Feuerwehr Meinbrexen, nichts zu tun. Dennoch hatten sie alle Hände voll zu tun, um die Verpflegung der teilnehmenden Einsatzkräfte sicherzustellen.

Eine weitere Besonderheit war auch diesmal die Anwesenheit der Firma AirRotorMedia mit ihren beiden Kameradrohnen. An den unterschiedlichen Unglücksorten im Braunschweiger Hafen konnte sich die Einsatzleitung im Einsatzleitwagen 2 (ELW2) ständig ein Bild der Lage und der Struktur der Einsätze machen. Immer ein aktuelles Lagebild im ELW 2, mit Hilfe der Kameradrohnen, führt für den Einsatzleiter zu einer besseren Lagebeurteilung. All diese Eindrücke wurden durch ein französisches Fernsehteam begleitet und kommentiert.

Die Einsatzszenarien waren abgearbeitet, die Verpflegung eingenommen und die letzte Lagebesprechung durchgeführt, als die Fahrzeuge sich wieder auf den Rückmarsch in den Landkreis aufmachen. Auch hier wieder im geschlossenen Verband zurück in die Standorte. Allen Beteiligten hat diese Übung viel Spaß gemacht und so mancher Aha-Effekt hat sich in den Köpfen festgesetzt. Ein Dank gilt an die Kameraden der Feuerwehr Braunschweig für die Ausarbeitung der Übung und Bereitstellung der Übungsobjekte.

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Datum: 01.09.2012
Bericht: Michael Mundhenke
Fotos: Feuerwehr Stadtoldendorf

Freiwillige Feuerwehr Stadtoldendorf